Alles über Hörgeräte

Was bezahlt die Krankenkasse?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen für Hörgeräte einen Festbetrag. Im Rahmen der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen fällt bei der Hörgeräteversorgung allein eine Hilfsmittelzuzahlung von 10 Euro pro Gerät an. Wir klären sie gerne persönlich über Ihre Möglichkeiten und Rechte auf. Scheuen sie nicht zu uns zu kommen wenn ihren finanziellen Mittel begrenzt sind, wir freuen uns auf Sie und finden gemeinsam eine Lösung.

Wie lange sollte ein Hörgerät probetragen werden?

In der Regel wird ein Hörgerät zwischen einer und vier Wochen getestet. Das ist aber nur ein Richtwert der individuell angepasst werden kann. Abhängig von den gewünschten Zielen einer Hörgeräteversorgung. Steht z.B. einmal im Monat eine Veranstaltung an in dem die Hörgeräte besonders gebraucht werden sollte diese auch mit jedem System getestet werden können.

Wie oft wechsele ich die Batterie am Hörgerät?

In der Regel halten Hörgerätebatterien 2-7 Tage. Dieser Wert ist abhängig von mehreren Faktoren: Kapazität, Hörgeräteeinstellung, Medien-Streaming, Qualität der Batterie, Temperatur und vielem Weiterem. Viele Moderne Hörgeräte besitzen einen Akku. Diese werden in der Regel abends über einen Netzstecker oder über eine Powerbank flexibel aufgeladen. Diese haben eine Laufzeit von ca. 20-28 Stunden.

Wie sollte ich Hörgeräte reinigen?

Hörgeräte werden mit einem speziellen Reiniger gesäubert. Diese gibt es als Spray, mit einer Bürste, oder als Feuchttuch. Vorteil dieser speziellen Mittel ist, das die Flüssigkeit schnell verdampft und keine Rückstände auf den elektronischen Bauteilen hinterlässt.

Ohrpasstücke ohne eingebauten Lautsprecher können in einem Ultraschallbad gereinigt werden.

Sollte sich der Schallausgang bei einem RIC- oder IDO-Hörgerät mit Ohrenschmalz zugesetzt haben, kann dieser durch Wechseln des Filters am Lautsprecher wieder in Funktion gebracht werden.

Feuchtigkeit ist bei modernen Hörsystemen kein großes Thema mehr. Dennoch sollte dafür gesorgt werden das es nach der Benutzung getrocknet wird. Dafür gibt es spezielle Trockenstationen die das Gerät leicht erwärmen und durch Luftaustausch die Feuchtigkeit entzieht. Je nach Modell desinfiziert die Station die Hörgeräte durch UV-C Strahlen. 

Wo hörgeräte kaufen?

Hörgeräte bekommen sie bei Ihrem Hörgeräteakustiker. Er kennt Ihren Hörverlust und sucht audiologisch passende Geräte für sie aus. Nach einer Probephase wird mithilfe einer Abschlussmessung das beste Gerät ermittelt.

Wo sind Hörgeräte am billigsten?

Der Preis eines Hörgerätes ist von vielen Faktoren abhängig und setzt sich aus vielen verschiedenen Schritten zusammen. Zum einen aus der Beratungsleistung des Akustikers, der Menge an Testgeräten, des Testzeitraumes, den Einkaufskonditionen des Akustikers und der Weiterbildung des Personals sowie dem Zeitaufwand der gesamten Anpassung.

Wo sind Hörgeräte versichert?

Es gibt Versicherungen die Hörgeräte absichern. Beispielsweise ist der Verlust abgesichert, Defekt durch Drauftreten, Wasserschäden oder Feuer. Diese Absicherungen sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Wohin mit einem alten oder gebrauchte Hörgerät?

Alte und gebrauchte Hörgeräte die nicht mehr benötigt werden können sie an einige Hörakustiker spenden. Es gibt Hilfsorganisationen die Menschen mit Hörgeräten versorgen die keinen direkten Zugang zu einem Gesundheitssystem haben. Viele Menschen freuen sich über Hörgeräte die noch funktionsfähig sind. Fragen sie einfach bei Ihrem Hörakustiker nach, er hilft Ihnen und kennt sicherlich eine Organisation.

Welches Hörgerät?

Welches Hörgerät passend für den jeweiligen Hörverlust ist kann der Hörakustiker herausfinden. Jeder Kunde hat unterschiedliche Bedürfnisse und Alltagssituationen in denen er Hören muss. Hierfür gibt es unterschiedliche Bauformen und Technikstufen. Für jeden findet sich das passende Hörsystem.

Welches Hörgerät ist das Beste?

Hörsysteme gibt es nicht nur in Unterschiedlichen Bauformen, sondern auch in unterschiedlichen Technikstufen. Diese unterscheiden sich in der Ausstattung. Welche Ausstattung der einzelne Kunde benötigt hängt von seinen individuellen Bedürfnissen ab. Pauschalisieren lässt sich dies nicht. Der subjektive Eindruck zählt genauso viel wie objektive Messungen. Probieren sie unterschiedliche Geräte aus und machen sie sich selbst ein Bild.

Welches Hörgerät für Brillenträger?

Brillenträger haben mit einem gut angepassten Gerät in der Regel keine Schwierigkeiten. Am besten eignen sich allerdings erfahrungsgemäß ImOhr Geräte (In-Ear). Hierbei sitzt die Technik komplett im Ohr, sodass über dem Ohr neben dem Brillenbügel nichts mehr stört. Diese Geräte decken fast jeden Hörverlust ab und sind je nach Bedarf kosmetisch ansprechend klein gestaltet.

Welches Hörgerät passt zu mir?

Welches Hörgerät zu Ihnen passt lässt sich erst nach einer vollumfänglichen Beratung und Messung erörtern. Jeder Kunde hat unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche an ein Hörgerät. Diese Ansprüche findet der Hörakustiker gemeinsam mit Ihnen heraus und bietet ihnen unterschiedliche Systeme zum Testen an. Der subjektive Höreindruck, das Tragegefühl und die Abschlussmessung bilden am Ende der Anpassphase ein Gesamtbild.

Welches Hörgerät bei Tinnitus?

Moderne Hörsysteme haben ab einer bestimmten Leistungsklasse unterschiedliche Mechanismen um mit dem Tinnitus zu interagieren. Es gibt verschiedene Ansätze für unterschiedliche Arten von Tinnitus. Man kann ein Rauschen einspielen, welches etwas vom Tinnitus ablenkt. Es gibt die Möglichkeit Ozeanwellen erklingen zu lassen zur Entspannung. Eine andere Möglichkeit ist die Notch-Therapie. Hierbei wird der Tinnitus zuerst genau bestimmt und dann werden die benachbarten Frequenzbänder herausgefiltert. Es gibt diverse Möglichkeiten, jedoch steht der subjektive Eindruck des Kunden immer im Vordergrund.

Welches Hörgerät zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkasse beteiligt sich bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung mit einem bestimmten Betrag an der Hörgeräteversorgung. Jeder Akustiker muss mindestens 1 Gerät anbieten welches aufzahlungsfrei ist. Hierbei wird nur die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro pro Seite fällig. Diese Geräte erfüllen die Mindestanforderungen wie eine digitale Programmierung, eine Störgeräuschunterdrückung, eine Richtmikrofonie, mindestens drei Hörprogramme und mindestens 4 einstellbare Kanäle. Diese Zusatzfunktionen sind in der Regel manuell nachzujustieren je nach Situation. Über diesen Betrag hinaus kann man sich gegen eine Zuzahlung für eine höherwertige Technik entscheiden. Der Krankenkassenbeitrag bleibt hierbei gleich.

Hörgeräte der Zukunft und Hörgeräte der neuesten Generation

Hörgeräte entwickeln sich ständig weiter. Vor einigen Jahren noch waren sie groß, klobig und pfiffen. Moderne Hörsysteme haben allerhand Automatiken und Zusatzfunktionen, wie z.B. die Bluetoothkonnektivität oder Zusatzfunktionen in lauter Umgebung. Der technische Fortschritt schreitet immer schneller voran, sodass sich ständig Weiterentwicklungen zeigen. Und wer weiß, vielleicht übernehmen Hörgeräte in der Zukunft noch viel mehr Aufgaben aus dem täglichen Leben?

Hörgeräte der Oberklasse

Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse an optimales Hören. Nach oben hin sind bei Hörystemen und entsprechendem Zubehör fast keine Grenzen gesetzt. Hörgeräte der Oberklasse verfügen über bis zu 48 einstellbare Kanäle, sind per App nicht nur steuerbar, sondern auch einstellbar und bieten allerhand zusätzliche Funktionen wie Konnektivität und Automatiken. Es bietet sich die volle Bandbreite des Hörgenusses. Je feiner ein Hörgerät arbeitet, desto feiner lässt es sich auch auf den jeweiligen Hörverlust einstellen.

Warum Hörgeräte trocknen?

Hörgeräte sind täglich Feuchtigkeit ausgesetzt. Gerade in den warmen Sommermonaten haben Träger eines Hörgerätes vermehrt mit Feuchtigkeitsproblemen zu kämpfen. Schweiß und Cerumen sind hierbei die häufigste Ursache. Die Mikrofonöffnungen können verstopfen, der Schallaustritt an der Otoplastik sitzt zu oder es dringt Feuchtigkeit ins Gehäuse und das Hörgerät verzerrt oder wird deutlich gedämpft. Eine regelmäßige Trocknung verlängert die Lebensdauer ihres Hörsystems, sodass sie länger Freude mit ihren Geräten haben.

Warum sollte man Hörgeräte ganztägig tragen?

Hören findet vor allem im Gehirn statt. Ist das Ohr eine zeitlang hörentwöhnt, dauert es seine Zeit bis der neue Höreindruck mit Hörgerät verarbeitet werden kann. Hierfür sollte man das Hörgerät den ganzen Tag tragen, um die Eingewöhnungszeit zu verkürzen. Bietet man dem Gehirn nur ab und an den neuen Höreindruck an kann es die neuen Reize schlechter verarbeiten. Ein gut angepasstes Hörgerät ist den ganzen Tag tragbar und begleitet sie in jeder Situation, sodass sie es im besten Fall gar nicht mehr Explizit wahrnehmen.

Warum Hörgeräte?

Schlecht zu hören muss nicht sein. Mittlerweile findet sich für jeden Hörverlust und jeden Kunden ein passendes System, vorausgesetzt es ist richtig eingestellt. Mit einem gut auf sie und ihre Bedürfnisse abgestimmten Hörgerät verstehen sie Ihre Mitmenschen wieder und ebenso die Natur und Musik. Warum auf all das verzichten? Nehmen sie die Möglichkeit wahr und testen sie Hörgeräte aus. Für jeden Kunden und Geldbeutel gibt es die passende Versorgung.

Warum Hörgeräte bei Tinnitus?

Siehe Hörgeräte bei Tinnitus

Wann gibt es neue Hörgeräte?

Nach 6 Jahren bekommen sie von der gesetzlichen Krankenkasse einen neuen Zuschuss zu einer Hörgeräteversorgung. Bei privaten Krankenkassen sind es in der Regel 5 Jahre. Nach dieser Zeit haben sie wieder Anspruch auf einen erneuten Zuschuss Ihrer Kasse und dürfen sich für neue Hörgeräte entscheiden. Geht ein Hörgerät verloren oder ist es kurz vor Ablauf der 6 Jahre defekt obliegt es der Krankenkasse vorzeitig eine Wiederversorgung zu genehmigen. Auch bei einer deutlichen Verschlechterung des Gehörs ist dies möglich

Wann sind Hörgeräte sinnvoll?

Wann ein Hörgerät sinnvoll ist bemerken sie und Ihre Angehörigen meist ganz von allein. Fragen sie häufig nach? Bemerken sie das Ihre Mitmenschen undeutlich sprechen? Sprechen sie mit Ihrem Akustiker. Durch eine umfangreiche Messung kann er Ihnen erklären ob ein Hörverlust vorliegt und wenn ja, wie der weitere Ablauf ist. Warten sie nicht zu lange, statistisch gesehen gehen Menschen 5 Jahre zu spät zum Hörgeräteakustiker. Das heißt das der Hörverlust schon seit mehr als 5 Jahren besteht und schon vorher eine Hörgeräteversorgung möglich gewesen wäre. Je länger man wartet, desto schwieriger ist erfahrungsgemäß die Gewöhnung.

Wann wurden Hörgeräte erfunden?

Hörgeräte in Ihrer heutigen Form kamen 1982 auf den Markt. Zuvor begnügte man sich mit allerlei analogen Möglichkeiten wie dem Hörrohr. Das erste digital programmierbare Hörgerät öffnete die Türen zur digitalen Welt. Seitdem schreitet die Technik immer weiter voran.